Die Zahl der unbegleiteten minderjährigen Geflüchteten steigt. Ihre Unterbringung und Betreuung stellen Kommunen und Städte vor große Herausforderungen, um ihnen angemessene Lebensbedingungen zu bieten.
Viele dieser jungen Menschen sind entwurzelt, traumatisiert von Krieg und Flucht. Unsere Mutterorganisation RheinFlanke ist seit Jahren in der Geflüchtetenarbeit aktiv. Durch unsere Erfahrung wissen wir: Integration gelingt nur mit lebensnaher Förderung. Neben Sprachbarrieren müssen auch kulturelle Hürden wie fehlende soziale Normen, Stigmatisierung oder Diskriminierung berücksichtigt werden.
Aktuell betreuen wir 60 Jugendliche in unseren pädagogischen Wohngruppen – rund um die Uhr. Unsere Mitarbeitenden unterstützen sie bei Behördengängen, Sprachkursen und Freizeitangeboten. Einen großen Raum nehmen Krisenintervention und Perspektivfindung ein.
Im pädagogischen Konzept nehmen Sport und Bewegung eine zentrale Rolle ein. Von daher setzen wir in unserer Arbeit mit der Zielgruppe eine sportpädagogische Fachkraft ein. Diese nutzt in der pädagogischen Arbeit mit den Jugendlichen gezielt Sport und Bewegung – mit den Zielen, die pro-soziale Entwicklung der Teilnehmenden zu stärken, auf individueller Ebene zur Stressregulation beizutragen und insgesamt das soziale Klima in der heterogenen Gruppe zu begünstigen.
Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge bis zum Alter von 18 Jahren haben vollumfänglich Anspruch auf Leistungen der Kinder- und Jugendhilfe (SGBVIII). Hilfen zur Erziehung können in Anspruch genommen werden. Unsere pädagogische Leistung im Kontext einer Unterbringung nach § 42 a SGB VIII erfolgt aktuell als sogenannte „Brückenlösung“ im Auftrag der Stadt Köln.